Stolz waren die Radegaster, als sie sich anno 1871 eine Eiche pflanzten und sie dem Frieden widmeten. Dreieinhalb Jahre später - vermutlich am Sedanstag 1874 - gesellte sich ein Denkmal für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71 dazu. Knapp hundertvierzig Jahre danach ist vom Kriegerdenkmal nur noch die Erinnerung geblieben. Die Friedenseiche hingegen steht noch heute auf dem Radegaster Marktplatz. Aber Radegast hat mehr zu bieten.

Die Friedenseiche in Radegast, aufgenommen im Mai 2013

Am 30. April 1871, also noch vor dem offiziellen Ende des Deutsch-Französischen Krieges, versammelten sich die Radegaster auf dem Marktplatz, um der Pflanzung einer kleinen Eiche beizuwohnen. Das Bäumchen wurde durch Pfarrer Friedrich Herbst geweiht und - wie er in einer Urkunde anlässlich des Neubaus der Kirche formulierte - "den nachkommenden Geschlechtern zum Gedächtnis" gesetzt.

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Kriegerdenkmal auf dem Marktplatz in Radegast

Den absoluten Kontrast zur Friedenseiche bildet aus heutiger Sicht das Kriegerdenkmal. Während der Baum die Radegaster nun schon gut 140 Jahre erfreut, kennt man das dreieinhalb Jahre jüngere Denkmal heute nur noch von alten Ansichtskarten, denn seine Spuren sind bereits vor Jahrzehnten aus dem Stadtbild getilgt worden.

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Gasthof Zum Weißen Roß, um 1900

Nur etwa hundert Meter vom "Prinz von Anhalt" entfernt befindet sich ein weiterer Zeuge der Radegaster Gastronomie- und Baugeschichte: Der Gasthof "Weißes Roß". Vermutlich wurde er bereits im Jahr 1680 eröffnet, womit der dem "Prinz von Anhalt" den Rang als ältester Radegaster Gasthof streitig machen würde.

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Gasthof zum Grenadier, um 1915

Ein weiterer historischer Gasthof in Radegast ist der "Grenadier" - jüngeren Radegastern besser bekannt als Gaststätte "Zur Linde". Auch dieses Haus hat eine nicht unbedeutende Rolle in der Ortsgeschichte gespielt. Der angebaute Saal schrieb in den 1960er Jahren sogar ein Stück Kinogeschichte!

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Der Prinz von Anhalt, um 1900

Gastronomisch betrachtet war Radegast einstmals ein finsterer Ort. Nahe der Landesgrenze an einer wichtigen Handelsstraße gelegen und umgeben von den Fuhnesümpfen, zog Radegast zwielichtige Gestalten magisch an. Wen wundert es da also, dass die Schenke, die dort stand, wo heute der "Prinz  von Anhalt" sein trauriges Dasein fristet, als Zufluchtsort für allerhand Straßenräuber und Ganoven diente?

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Innenraum der Gaststätte Fleischer, 1967

Auch Fleischers Gaststätte in der Dessauer Straße war ein traditionsreiches Haus im Ort. Ihre Geschichte begann am 28. April 1867, als der Brauereipächter Louis Fleischer die Konzession zum Ausschank seines selbstgebrauten Bieres erhielt.

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Eine Haustür

Radegast ist kein Ort der umwälzenden Veränderungen. Genau deshalb hat sich hier viel historische Bausubstanz erhalten können. Dazu zählt eine Vielzahl historischer Türen und Tore. Auf dieser Seite habe ich alle Türen, die Bestandteil der Adventskalender-Aktionen 2014 und 2015 waren, in einer Bildergalerie zusammengefasst. Viel Spaß beim Durchklicken der Bilderstrecke!

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Gedenkstein zur Grundsteinlegung für die Siedlung in Radegast

Der "Ring" und der Bereich um die Stumsdorfer Straße gelten als historischer Ortskern von Radegast. Daraus lässt sich einigermaßen gut ableiten, wie das Dorf, später der Marktflecken bzw. die kleine Stadt - sich weiter entwickelt haben.

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Der Theure Christian

"Du wirst mein Reisender es noch am besten wißen,/wie dir bißher so sehr, vor diesen Tamm gegraut,/In dem sich manches Pferdt, zu Todt arbeiten müßen/Alß dieser Orth noch war grundloß und ungebaut..." Das sind Worte, die jeder Radegaster mindestens einmal in seinem Leben gelesen haben dürfte.

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Sumpfland

Schenkt man dem "Theuren Christian" Glauben, dann war die Querung des Fuhnesumpfes in früheren Jahrhunderten mit unsäglichen Strapazen verbunden. Heute jedoch hält man es für fast unmöglich, dass ein unscheinbares Flüsschen wie die Fuhne, welches in trockeneren Tagen stellenweise kaum noch Wasser führt, für Kaufleute auf dem Weg von Magdeburg nach Leipzig ein ernsthaftes Hindernis darstellte.

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