Der Alltag früherer Jahrhunderte war allseits geprägt durch schwere Arbeit, die oftmals wenig einbrachte und häufig begleitet wurde durch Hunger und Elend. Die wenige freie Zeit widmete man der Familie. Das anhaltische Gemeindeleben bestand zunächst mehr oder weniger aus gemeinsamen Gottesdienstbesuchen und Jahrmärkten. Dies änderte sich erst im 19. Jahrhundert, einem Jahrhundert der Innovationen: Das staatliche Schulwesen etablierte sich, erste Arztpraxen auf dem Lande verbesserten die medizinische Versorgung der Bevölkerung. Auch die Gründung der Feuerwehr fällt in diese Zeit. Radegast erhielt einen Bahnanschluss und ein Postamt, und spätestens mit dem Aufblühen des deutschen Vereinswesens ab Mitte des Jahrhunderts nahmen sich viele Radegaster auch abseits ihrer Berufstätigkeit Zeit, um sich für das Gemeindeleben zu engagieren. Sportbegeisterte fanden damals ebenso zusammen wie Musikliebhaber, Kleingärtner oder Tierfreunde - und so ist es noch heute.

Sportplatz und Vereinsheim des SV Schwarz-Gelb Radegast

Nachdem den Deutschen durch das Allgemeine Preußische Landrecht im Jahr 1794 die Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit zugebilligt wurde, kam es im 19. Jahrhundert zu einem regelrechten "Boom" an Vereinsgründungen. Auch an Radegast ging dieser nicht spurlos vorbei.

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Bezirk Halle, Kreis Köthen - Radegast zu DDR-Zeiten

Das Ende des Zweiten Weltkrieges markiert in der deutschen Geschichte einen traurigen, aber wichtigen Meilenstein. Das Land wurde in vier Besatzungszonen aufgeteilt, aus denen später offiziell zwei deutsche Staaten entstanden: Die Bundesrepublik Deutschland (BRD) und die Deutsche Demokratische Republik (DDR). Das Ende des Krieges läuteten in Radegast am 15. April 1945 um sechs Uhr morgens amerikanische Panzerverbände ein.

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Die Radegaster Kirche

Die Historie der Religion reicht auch in Radegast bis in die Zeit der ersten Besiedlung zurück. Hier wurden zuerst germanische, später wendische Gottheiten wie der Namensgeber des Ortes, der slawische Kriegsgott Radegast, angebetet.

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Schule in Radegast / Historischer Klassenraum

Radegast hat eine jahrhundertelange Tradition als Bildungsstandort. Wann genau man die Anfänge der Radegaster Schulgeschichte zu suchen hat, ist heute nicht mehr nachvollziehbar. Die Ortschronik liefert nur vage Hinweise.

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Tanzvorführung bei der 750-Jahr-Feier in Radegast

Zum Feiern findet man - im privaten wie im öffentlichen Leben - immer einen Anlass, und das war und ist auch in Radegast nicht anders. Erfahren Sie mehr über das "Jemeenebier", große Einweihungsfeiern und Jubiläen oder neuzeitliche Straßenfeste wie den "Schlippenadvent".

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Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Radegast

In früheren Zeiten, als die meisten Gebäude noch aus Lehm, Holz und Stroh bestanden und als offenes Feuer zum Kochen und Heizen noch üblich war, hatten Brände oftmals verheerende Auswirkungen für ganze Städte und Gemeinden. Auch Radegast und die Domäne blieben von Feuersbrünsten nicht verschont.

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